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Das Nairobi Hope Theatre packt sein Publikum im Forum der IGS Aurich-West

(WB) Mit der für sie typischen Mischung aus akrobatischen Tanzchoreographien und politischen Theaterszenen brachte die Gruppe in zwei Vorstellungen ihr Publikum zum Nachdenken und Mittanzen. Was in den Klassenräumen oft so schwer ist, ein mehrfacher Wechsel zwischen konzentriertem Zuhören und belebender Bewegung, das gelang dem Nairobi Hope nun schon zum dritten Mal in unserer Schule. Neben intensiven, anrührenden Monologen mussten die Zuschauer lange Passagen in Englisch durchhalten, was ihnen bewundernswert glückte. Ob es die Beschreibung der Empfindung von Hunger war oder das Schicksal von afrikanischen Wanderarbeitern in reichen arabischen Staaten, die Jahrgänge 9 und 10 am Vormittag und ein öffentliches Publikum am Abend folgten der Show gebannt. Dafür wurden sie mit einem Schnellkurs in „african dance“ belohnt, bei dem die Bühne kaum die große Schar der Freiwilligen fassen konnte. Dies galt auch für die Abendvorstellung mit einem deutlich reiferen Teilnehmerkreis. Bei dieser Vorstellung sorgten Eltern in Zusammenarbeit mit dem Weltladen Aurich für eine leckere Verköstigung, die vor Beginn und während der Pause guten Zuspruch fand.

Erstmalig wurden eine öffentliche Veranstaltung am Abend und Workshops am Nachmittag durchgeführt. In einem Workshop wurden Trommel- und Tanzfähigkeiten geschult, im Theaterworkshop die feinen Unterschiede zwischen Kenia und Deutschland herausgespielt, z.B. die Art, den Geburtstag von Freunden zu feiern. Wer wusste schon, dass dort die Jubilare mit Wasser übergossen und mit allem Möglichen beworfen werden, um an das Chaos in der Gebärmutter zu erinnern? Die Gäste ließen sich dafür Handyfotos von Laken zeigen, die für 16 jährige Geburtstagskinder gestaltet werden, und fanden das reichlich merkwürdig.

Ein Teil der Spenden nach der Abendvorstellung, der nicht für die Deckung der Unkosten gebraucht wird, kann für die geplante Anschaffung eines Fair-o-maten, eines Automaten für fair gehandelte Snacks aus fairem Handel, genutzt werden. Das freut die Arbeitsgruppe „Fairtrade“ aus Schülerinnen, Lehrerinnen und Eltern, welche die Vorbereitung übernommen hatte. Viele der Gastgeber, die einen oder zwei der Gäste beherbergten, waren übrigens letztes Jahr so begeistert von ihren Gästen, dass sie gern diesmal wieder dabei waren.

Eine muschelbehangene Rassel, die hinter der Bühne liegen gelassen wurde, soll nicht nachgeschickt werden. Die Kenianer vom Nairobi Hope wollen sie lieber beim nächsten Besuch mitnehmen. An uns soll´s nicht liegen, dass sie 2018 wieder unsere Gäste sind.

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