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panoforum

Plattdeutscher Lesewettbewerb

 

Ziele

Der plattdeutsche Lesewettbewerb soll durch eine intensive Begegnung mit der Regionalsprache die Freude und das Interesse an der Sprache wecken. Die Beteiligung dieser Schüler bei weiteren schulischen und außerschulischen Veranstaltungen ist wünschenswert. Diese sinnvolle Fortsetzung der Sprachbegegnung mit der Regionalsprache Niederdeutsch sollte vielfältig genutzt werden.

Der Wettbewerb ist Bestandteil der vom Kultusministerium aufgestellten Liste von geförderten Schulwettbewerben. Für die Durchführung in Schulen ist deshalb kein besonderes Genehmigungsverfahren mehr erforderlich. Der Wettbewerb ist für Schüler schulische bzw. für Lehrer dienstliche Veranstaltung gemäß Erlass des Niedersächsischen Kultusministers vom 29.04.1986.
Als Partner bei der Durchführung bieten sich Lehrer, Leiter von Heimatvereinen, Landschaften und Landschaftsverbände oder andere der Niederdeutschen Sprache verbundene Personen an.

Jede Schule ermittelt in Eigenregie Klassensieger und Schulsieger der jeweiligen Altersgruppen.

Die Sieger jeder Altersgruppe auf Landkreisebene werden im Kreisentscheid ermittelt und dem Veranstalter auf Bezirksebene mitgeteilt.

Lesetexte

Es dürfen nur niederdeutsche Texte gelesen werden. Die Teilnehmer können ihre Texte selbst auswählen. Auf der Homepage der Niedersächsischen Sparkassenstiftung (www.nsks.de) wird eine Textauswahl bereitgestellt, die als Vorschlag zu verstehen ist.
Gedichte und gereimte Beiträge sind nicht zugelassen.
Die Lehrer sollten die Schüler bei der Auswahl geeigneter Niederdeutscher Lesestoffe beraten.
Die Vorlesezeit soll höchstens fünf Minuten betragen.
Im Rahmen der Gleichbehandlung aller Teilnehmer soll auf exakte Einhaltung der Vorlesezeit geachtet werden. Die Texte sind daher so zu wählen, dass sie dieser Anforderung entsprechen.
Es ist wünschenswert, dass der Text in der Mundart des Ortes oder der Familie des Lesers vorgetragen wird. Zu diesem Zweck können Texte umgeschrieben werden.
erfolgen

Der Ablauf der Entscheide sollte auf allen Ebenen gleich sein.
Vor der Lesungsollen die Teilnehmer sich kurz vorzustellen. Im Anschluss an die Lesung sollten die Schüler spontan kurze altersangemessene Fragen auf Platt zur Textauswahl oder zur eigenen Meinung bzgl. des Textinhalts gestellt bekommen, damit deutlich wird, dass Plattdeutsch eine gesprochene Sprache ist. Die Antworten sollen je nach individuellem Sprachvermögen auf Plattdeutsch oder Hochdeutsch gegeben werden.

Bewertung
Folgende Kriterien sind zu berücksichtigen:

  • Lesetechnik (Tempo, Lesefehler, Souveränität im Umgang mit Fehlern, angemessene Mimik und Gestik)
  • Betonung (Satzmelodie, erkennbares Textverständnis)
  • Aussprache (authentisches Platt)

Empfehlungen für Teilnehmer

Auswahl der Texte
Jeder Teilnehmer darf sich seinen Text selbst aussuchen. Die Sammlung auf der Internetseite der Niedersächsischen Sparkassenstiftung (www.nsks.de) enthält Vorschläge.
Vielleicht kennst du ja jemanden, der dir selber eine plattdeutsche Geschichte au
fschreibt. Oder du schreibst eine Geschichte auf Hochdeutsch, und jemand übersetzt sie dir ins Plattdeutsche. Wichtig ist für die Teilnahme am Wettbewerb, dass das Vor-lesen zwischen drei und fünf Minuten dauert. Falls das nicht passt, kann man den Text ein bisschen kürzen oder ein paar Sätze hinzudichten.

Trainer
Wer jemanden kennt, der Platt kann, hat es gut: Bitte jemanden, mit dir zu üben, also dein Trainer zu werden. Am besten trefft ihr euch regelmäßig, um zusammen zu trainieren. Sage deinem Trainer, dass er sich nicht davor scheuen soll, dich immer wieder zu verbessern. Schließlich willst du es doch gut lernen, oder? Wenn du niemanden kennst, der mit dir lesen üben würde, dann frag deinen LehrerIn in der Schule, wer das kann! Vielleicht wissen sie jemanden, der dich vorwärtsbringt.

Aussprache
Wenn du selbst noch kein Platt kannst, solltest du versuchen, das Platt zu lernen, das dein Trainer spricht. Denn das geschriebene Platt ist nie das „richtige“ Platt. Es ist vielmehr so, dass Plattdeutsch in jedem Ort oder sogar von jedem „Plattsnacker“ anders gesprochen wird. Mit anderen Worten: Das „richtige“ Platt gibt es gar nicht, es ist überall unterschiedlich. Und
gerade das ist das Besondere daran: Wer sich mit Platt
auskennt, kann sogar an der Aussprache erkennen, woher ein Plattsnacker kommt. Am besten ist es also, ihr schreibt den Text in das Platt deines Trainers um. Dafür kann man diesen Text auch abtippen oder herunterladen und ihn in einem Textverarbeitungsprogramm anpassen. Oder ihr lasst den Text so stehen, wie er ist, und lest einfach so, wie dein Trainer es kennt.

Zu den Bewertungskriterien
Grundsätzlich gelten dieselben Kriterien wie beim hochdeutschen Vorlesen: Flüssigkeit, gute Betonung, Wechsel zwischen Laut und Leise usw. spielen eine Rolle. Gut ist es, gelegentlich Blickkontakt zum Publikum aufzunehmen, ohne den Eindruck zu erwecken, dass man den Text auswendig nacherzählt. Die Unterarme dürfen sich bewegen (Gestik), ebenso kann der Gesichtsausdruck dem Verlauf der Geschichte angepasst werden (Mimik). Es soll aber keine „Show abgezogen“ werden.
Auf richtige Aussprache wird Wert gelegt. Wer z.B. „he“ wie das englische Wort als „hi“ und nichtals „häj“ (oder wie es vor Ort ausgesprochen wird) liest, bekommt Punkte abgezogen. Wichtig ist auch, ob man bestimmte Klänge, die es im Hochdeutschen nicht gibt, aussprechen kann, z. B. dass man „Schöler“ –
je nach regionaler Variante –als „Schöjler“ oder anders liest. Wer es schafft, die Mundart seines Heimatortes oder seines Trainers zu übernehmen, wird besonders mit Punkten belohnt.

Der Auftritt
Schön wäre es, wenn man auf Platt sagen kann, wie man heißt, woher man kommt und welche Geschichte man vorliest, z. B.: „As ji al hört hebbt, bün ick Lara Spiller ut Melbeck. Ick lees Jo nu de Geschicht Afsapen vun Erhard Brüchert vör. Wenn se jo nich gefallt, denn beschwert jo bi’n Autor.“ Oder: „Ick bün Kevin Müller ut Snevern. Mi hett de Geschicht Appeldwatsche Pappköpp vun ... goot gefullen. Dorüm lees ick jo de nu vör.“

Nach dem Lesen bekommt man wahrscheinlich Fragen zum Text gestellt. Natürlich kannst du auf Hochdeutsch antworten, wenn du noch nicht
so gut Platt sprechen kannst.

Der Lesewettbewerb an der IGS Aurich-West wird alle zwei Jahre durchgefüht!

Ansprechpartner an der Schule ist der Schulsozialarbeiter Andree Uphoff als "Plattdüütschbeauftraagte".

 

 

Unbenannt

Wi proten Platt!

 

Kontaktmöglichkeit

 Andree

Plattdüütschbeauftraagte

Andree Uphoff

Email: andree.uphoff@igs-aurichwest.de

http://www.platt-wb.de

 

 

 

 

 

 

IGS-aurich.de
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