Mr. HO

Mr. HO Logo neu 150x150Die Kolumne der IGS Aurich

Mr. HOs ganz eigene Sichtweise auf den Schulalltag.

Moin moin,
mein Name ist Mr. HO alias Jochen Hinderks und ich bin nicht nur Lehrer dieser Schule, sondern auch aufmerksamer Beobachter des Schulgeschehens. Meine – meist augenzwinkernden, aber doch immer ein Körnchen Wahrheit enthaltenden – Beobachtungen findet ihr auf dieser Seite. Feedback (per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, über die Kommentarfunktion an jedem Beitrag oder auch nur auf der Rückseite eines übrigbehaltenen Arbeitsblatts in meinem Postfach) ist sehr erwünscht!

Danksagungen an meine Supporter findet ihr hier.

Viel Spaß beim Lesen wünscht euch

 
Mr. HO

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Beim gemeinschaftlichen Paddeln am Großen Meer bleibt der Blick eines Achtklässlers an meinem knallroten T-Shirt hängen, das ich bei meiner einzigen Teilnahme am Emder Matjeslauf abgestaubt habe.„Haben Sie beim Matjeslauf mitgemacht?“, fragt er. Achtung, wir wechseln in den Zeitlupenmodus. Meine Erwiderung auf diese Frage in Gestalt elektrischer Impulse, die vom Sprachzentrum zum Artikulationsapparat unterwegs sind, müssen sich entscheiden: Biege ich rechts oder links ab? Dafür müssen zuerst ein paar Entscheidungsparameter abgeglichen werden: Mein Gegenüber ist ein Kandidat für lockere Sprüche, check. Mein Gegenüber hat mich im Unterricht schon des Öfteren zum Wahnsinn gebracht, check. Was noch? Los, entscheide dich, schnell! Okay, okay.


Bild Mr. HO 114kl"Mit jedem Tag, den ich älter werde, steigt die Anzahl der Personen, die mir den Buckel runterrutschen können." Das ist die jugendfreie Ausgabe der heutigen Monatslosung. Die Autorschaft ist umstritten, vermutet wird Hans-Joachim Kulenkampff, aber auch Albert Einstein ist möglich (der dient ja als Platzhalter für alle möglichen nicht zuteilbaren Kalendersprüche). Wer die Parole ausgegeben hat, ist aber auch völlig irrelevant, wohnt ihr doch eine tiefergehende Weisheit inne, deren Tragweite kaum zu unterschätzen ist.
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Vor ziemlich langer Zeit, also etwa bei t = -5, wobei t die Anzahl vergangener Jahre seit 2022 beschreibt, da gab ich ein Versprechen. Und schon an diesem einleitenden Satz sollte die Marschrichtung für diesen Artikel deutlich werden: Nerdiger wird’s nimmer! Ich versprach nämlich, mich auf meiner literarischen Tour durch die schulischen Fachbereiche als nächstes denjenigen zu widmen, die – so würde es einer meiner Schüler formulieren – „das Mathespiel mit Bonuslevel durchgespielt haben“, gemeinhin auch Physiklehrer*innen genannt, wobei hier die weibliche Form besonders intensiv mitgedacht werden muss, leidet dieser Fachbereich doch wie wenige andere unter fehlender Geschlechtergleichheit. Woran mag das liegen?

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Ein Abschied verleitet immer dazu, etwas zu sagen, was man sonst nicht ausgesprochen hätte.

- Michel de Montaigne

Die Tragik des Anstands will es, dass niemand seine eigene Abschiedsrede selbst verfasst. Tragik deshalb, weil wir in diesen Tagen einen der, wenn nicht DEN Kollegen schlechthin verabschieden, der es wie kein zweiter verstand (Präteritum, schnief!), solche Abschiedsreden für andere Kolleg*innen rhetorisch mit höchster Kunst auszugestalten und auf dessen Kunst wir künftig also verzichten müssen.


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